Auf Fahrt

Morgens noch nicht zu wissen, wo sich der Schlafplatz für die nächste Nacht befindet, andere Menschen kennen lernen, für Neues bereit sein – das bedeutet es, wenn wir „auf Fahrt gehen“. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Kanus oder dem selbst gebauten Floß auf der Donau sind wir übers Wochenende oder auch drei Wochen unterwegs. Das ist Abenteuer pur!

BiLu

Das BiLu ist eine (mit vertauschten Vokalen) gebräuchliche Abkürzung für das „Bunte Liederbuch“ unseres Landesverbandes, herausgegeben vom Stamm Diadochen in Böblingen. Das Singen am Lagerfeuer zum Klang der Gitarre ist ein festes Ritual bei uns Pfadfinderinnen und Pfadfindern und wird schon bei den kleinsten, den Wölflingen, mit ihren Lieblingsliedern zelebriert.

Chai

Ob nun Chai oder Tschai: Gemeint ist der leckere, heiße Gewürztee aus dem Lagerfeuer, der abends zur Singerunde in der Jurte getrunken wird. Das Rezept? Da hat jeder Stamm seine eigene Kreation, mit frischen Nelken oder einer Zimtstange oder oder oder… Und natürlich ist das Rezept des eigenen Stammes immer das weltbeste – gar keine Diskussion!

Pfadfinderinnen und Pfadfinder unterwegs mit dem Kanu

Donau

Zweitgrößter Fluss Europas, mit Ursprung in Baden-Württemberg. Sie fließt durch zehn Länder – so viel wie kein anderer Fluss der Welt. Damit ist es eine sehr reizvolle Unternehmung, sie mit dem Kanu oder gar dem selbsgebauten Floß zu erkunden – was viele Pfadis auch schon getan haben.

Feuer

Okay, erst einmal muss es brennen. Nicht ganz einfach, nasses Holz, abgebrochene Streichhölzer und so. Wenn es aber erst mal brennt, wird der Abend meist lang. Ist ja auch spannender als Fernsehen. Besonders auf Fahrt kochen wir auch häufig auf dem Feuer unseren fruchtigen Tschai oder das Abendessen.

Kochen auf dem Lagerfeuer

Gitarre

Ohne sie läuft bei uns nix! Jedenfalls keine Musik, denn in keiner Singerunde darf sie fehlen. Manch ein Stamm pflegt noch ein weitaus erschöpfenderes Angebot an Musikinstrumenten, wenn sie zum Singen anstimmen: Kontrabass, Akkordeon, Trompete und noch vieles mehr hat man da schon gesehen (und gehört).

Hordentopf

Hungrige Pfadi-Mäuler wollen gestopft werden – meist mit Unmengen an Nudeln oder Reis. Mit Sauce, versteht sich. All das lässt sich in ausreichender Menge und ausreichend lecker nur im Hordentopf zubereiten. Am besten schmeckt’s natürlich aus dem Lagerfeuer, wozu sich der Hordentopf besonders gut eignet. Deshalb ist er meist Ruß-geschwärzt.

International

Pfadfinden ist international, es gibt uns (beinahe) auf der ganzen Welt. So zieht es die Gruppen häufig zu Lagern & Fahrten ins Ausland, aber auch internationale Begegnungen werden gepflegt und z.B. Gastgruppen auf Landes- oder Bundeslager eingeladen. Auch gibt es alle 4 Jahre ein Jamboree für Pfadis aus der ganzen Welt.

Jurte

Schwarzzelte sind typisch für uns Pfadis. Als große Gruppe finden wir meist ausreichend Platz in unserer Jurte, ein großes Rundzelt, angelehnt an die trationellen Zelte in der mongolischen Steppe. Und wenn es doch mal zu eng wird, lassen sie sich wunderbar zu 3er-, 7er- und vielen weiteren beeindruckenden Konstruktionen kombinieren.

Eine Kohte und eine Jurte vor nächtlichem Sternenhimmel

Kohte

Diese Unterkunft kommt aus Lappland. Unser schwarzer Lieblingsschlafplatz kann es mit jeder 5-Sterne Suite aufnehmen. Oder wo kann man sonst drinnen ein Lagerfeuer machen und gleichzeitig den Sternenhimmel betrachten? Besonders praktisch: Die Kohte besteht aus vier einzelnen Planen, die dann zu einem Zelt zusammen geknüpft werden. So lässt sich die Last beim Wandern wunderbar auf mehrere Rucksäcke (und Schultern) verteilen.

Landeslager

Alle vier Jahre treffen sich alle Gruppen Baden-Würrtembergs zum tradionellen LaLa, dem Landeslager. Ca. 500 Pfadis kommen hierfür zusammen, lernen sich besser kennen, erkunden auf Fahrt die nähere Umgebung und erleben einfach eine tolle Zeit. Um zwei Jahre versetzt findet ebenfalls alle vier Jahre jeweils auch ein Bundeslager mit rund 5.000 Pfadis statt.

Morgenrunde

Kaum aufgewacht – meist noch vor dem Frühstück – schon wird man in einen Kreis gebeten und muss sich mit albernen Spielen zum Affen machen. Aber ohne ist auch blöd. Das Pendant am Ende eines Tages ist – ihr ahnt es bereits – die Abendrunde.

Pause auf Fahrt am Neckarufer in Eberbach

Nacht(ruhe)

Die Nacht bietet eine ganz besondere Fanszination für uns Pfadis. Während sie auf Fahrt aus Müdigkeit meist früh beginnt und früh endet, wenn es noch angenehme Temperaturen zum Wandern hat, sind auf Lagern besonders die älteren häufig lange wach, sitzen am Feuer und erzählen von vergangenen Abenteuern oder singen Lieder – manchmal bis zum frühen Morgen.

Orientierung

Mit Karte und Kompass durch die Landschaft laufen – ein häufiges Bild, das man von Pfadis hat. Nicht ganz unberechtigt, denn wenn man mal nicht mehr genau weiß, wo man sich befindet, sollte man schon wissen – sich vielleicht an den letzten Kurs zurück erinnernd – wie das mit der Kreuzpeilung nochmal funktioniert hat. Hoffentlich hat jemand ein Geodreieck und einen Bleistift dabei…

Pfadfinder

Pfadfinder nennen wir uns als Gesamtheit – meist kurz „Pfadis“. Im speziellen ist damit aber häufig auch die „blaue Stufe“ der Pfadfinderinnen und Pfadfinder gemeint, die Gruppe der etwa 11- bis 15-jährigen. Ganz schön verwirrend, eigentlich… Vier bis acht von ihnen bilden jeweils eine Sippe, die alles gemeinsam erlebt.

Aufbruch zur Fahrt nach dem SippenJam 2014

Qualm

Die Schattenseite des Lagerfeuers: Brennende Augen, stinkende Klamotten… Wie schmerzende Füße, strömender Regen oder der nicht enden wollende Anstieg am Ende einer Etappe – all das kann einem manchmal zur Qual werden und gehört doch einfach dazu und bietet zudem hinterher Stoff zum Erzählen.

Ranger & Rover

Die (rote) Stufe der Ranger & Rover ist die der älteren Mitglieder eines Stammes ab 16 Jahren. Die „R/Rs“ sind meist die „Macher“ im Stamm, leiten verschiedene Gruppen, nehmen Führungsrollen ein oder vertreten den Stamm im Landesverband. All diese Aufgaben sind mit viel Verantwortung verbunden.

Schlafsack

Gehört wie die Isomatte und der Rucksack zum wohl wichtigsten Teil der Ausrüstung. Ein guter Schlafsack hält auch unter null Grad einigermaßen warm. Zu Beginn tut es aber auch erst einmal ein einfaches Modell. In manchen Stämmen gibt es auch eine Art „Flohmarkt“, über den man gebrauchte Ausrüstung von älteren kaufen kann.

Teamwork

Ohne das geht bei uns gar nix. Einzelkämpfer und Möchtegernhäuptlinge sind hier nicht willkommen. Im Stammesrat, dem Gremium der Gruppenleiter und sonstiger „Macher“, geht es darum, zusammen zu arbeiten und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Urgesteine

Gibt es im BdP eine Menge! Es ist einfach spannend, die alten Geschichten zu hören. Das Ruder aber halten die Jungen in der Hand. Die Mädchen natürlich auch. Ehemals aktive Mitglieder engagieren sich hingegen z.B. im Förderverein eines Stammes und bei der Stiftung Pfadfinden – oder vielleicht beim nächsten Stammesjubiläum.

Spiel & Spaß bei der Landesmeutenaktion 2015

Verbundenheit

Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder – heißt es. Stimmt auch. Wer der Idee einmal verfallen ist, bleibt dem Abenteuer Pfadfinden meist sein Leben lang verbunden. Und wird amerikanischer Präsident. Oder Astronaut. Oder Talkmaster. Oder Bundespräsident. Eine ganze Reihe berühmter Personen war früher selbst einmal bei den Pfadis.

Wölflinge

Klein, gelb und immer gut drauf. Erleben Abenteuer, coole Spiele und helfen wo sie können. Die Stufe der ca. 6- bis 11-jährigen Wölflinge sind neugierig auf alles und nichts ist vor ihnen sicher. Rund sechs bis zwölf von ihnen bilden eine Gruppe, die Meute.

X-mal

Nein, wir führen keine alten Damen gegen ihren Willen über die Straße, und unsere Cookies essen wir auch lieber selbst, statt sie Wildfremden zu verkaufen. Aber: Jeden Tag eine gute Tat ist auch kein schlechter Vorsatz im Leben.

Yacht

Nicht gerade auf einer Yacht, aber doch immerhin mit dem Segelboot sind wir Pfadis zuweilen auch manchmal unterwegs. Eine Woche auf einem Traditions-Segelschiff, auf dem noch alle Manöver „von Hand“ ausgeführt werden, ist ein ganz besonders intensives Abenteuer.

Zitronentee

Ohne das körnige, braune Pulver in der gelben Plastikdose geht bei uns nix! Der Wölfling mag’s eher süß, die Älteren dagegen legen Wert auf einen guten Jahrgang und natürlich auf eine dezente Zitronennote.

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